15 Follower
19 Ich folge
LeseBlick

LeseBlick

Ich lese gerade

Outlander - Ferne Ufer
Birgitta Assheuer, Barbara Schnell, Diana Gabaldon
Bereits gelesen: 487/1230 pages
The Monster Man of Horror House: Roman
Heike Schrapper, Danny King
Bereits gelesen: 23 %
Der Tag, an dem wir dich vergaßen
Marion Ahl, Diane Chamberlain
Bereits gelesen: 122/400 pages
Das Lied von Eis und Feuer 03: Der Thron der Sieben Königreiche
George R.R. Martin, Andreas Helweg
Bereits gelesen: 280/576 pages
Fireman: Roman
Ronald Gutberlet, Joe Hill
Bereits gelesen: 250/960 pages
Calendar Girl - Verführt: Januar/Februar/März (Calendar Girl Quartal 1)
Christiane Sipeer, Graziella Stern, Friederike Ails, Audrey Carlan
Bereits gelesen: 170/369 pages
Tess: Roman
Thomas Hardy, Helga Schulz
Bereits gelesen: 98/592 pages
Wilde Lupinen (German Edition)
Charlotte Link
Bereits gelesen: 182/544 pages
Dornen des Glücks (Das Erbe von Foxworth Hall, #3)
Michael Görden, V.C. Andrews
Bereits gelesen: 200/416 pages

Kolibri

Kolibri - Kati Hiekkapelto, Camilla Renschke

Eiskalt und tödlich

Kaum hat Anna Fekete ihre erste Stelle als Kriminalkommissarin angetreten, landet auch schon ein Mordfall auf ihrem Tisch: eine junge Frau, die beim Joggen im Wald auf grauenvolle Weise getötet wurde. Anna nimmt die Ermittlungen auf. Ihr zur Seite gestellt ist Esko Niemi, ein alter Haudegen, der seine junge Kollegin torpediert, wo er kann. Bis ein zweiter Mord geschieht und Esko klar wird, dass sie den Killer nur gemeinsam finden werden. Doch Anna ist bereits auf eigene Faust unterwegs.

Die 19-jährige Riikka wird beim Joggen im Wald brutal ermordet. In den Taschen ihres Sportanzugs findet sich ein Amulett, dem die Polizei jedoch keine weitere Beachtung schenkt. Anna Fekete und ihr Kollege Esko Niemi übernehmen die Ermittlungen. Beim Verhör von Riikkas Freundeskreis erfahren sie, dass Riikka sich kurz zuvor von ihrem Freund getrennt hat. Allerdings ergibt die Autopsie, dass sie am Tag ihres Todes Geschlechtsverkehr hatte. Der Fall verkompliziert sich, als ein zweites Opfer gefunden wird. Wieder taucht ein Amulett beim Leichnam auf. Doch es gibt keinen Hinweis, dass die beiden Opfer sich gekannt haben. Wie sich zeigt, stellen die Amulette einen blutrünstigen Aztekengott dar. Handelt es sich bei dem Täter um einen Serienmörder, der seine Opfer zufällig auswählt? Bevor Anna Fekete und Esko Niemi eine Antwort finden, geschieht ein dritter Mord. Der Tatort entpuppt sich als kaltblütige Falle.

(Quelle: Heyne)

 

Meine Bewertung

Auf den ersten Seiten lernte ich die Protagonistin Anna kennen. Man bekommt einen kleinen Einblick in ihr bisheriges Leben, welches nicht ganz glücklich war. In Finnland nimmt sie eine neue Stelle bei der Kripo an und trifft dann auf den ihr zugeteilten Kollegen Esko. Von Anfang an zeigt er Anna, dass er nicht vor hat sie zu akzeptieren. Nur aus welchem Grund? Anna hat da eine Vermutung, denn sie ist Ungarin…

Das Verhältnis zwischen den beiden ist wirklich angespannt und begleitet den Leser durch das gesamte Buch. Anna tat mir sogar ab und zu ein bisschen leid. Und Esko war mir mehr als unsympathisch. Er scheint sein Leben selbst nicht im Griff zu haben, verendet ständig im Alkohol und ist mies gelaunt.

 

Das Buch hat zwei Erzählstränge und diese erzählen jeweils eine ganz andere Geschichte. Am Anfang war mir das nicht ganz geheuer, doch dann fand ich mich ganz gut zurecht. Der erste Erzählstrang wird von Anna erzählt und bezieht sich auf die Joggingmorde. Der andere Erzählstrang wird in Form von Briefen/ Tagebucheinträgen von einer jungen Kurdin erzählt. Sie erzählt von ihrer Flucht, von ihrer Einreise in Finnland und von dem schweren Werdegang in der neuen Welt, den Traditionen, Sitten ihrer Kultur, welche in ihrer Familie überhand nehmen. Besonders gut fand ich, wie die Autorin beide Themen miteinander verbunden hat.

 

Nun aber zur eigentlichen Story. Die Art der Morde war schrecklich und nach dem ersten Mord hatte ich die Hoffnung, dass es spannend weitergeht. Aber im Endeffekt kam die Autorin immer wieder zum Eklat zwischen Anna und Esko zurück. Dann kam der zweite Mord, Story und dann der dritte Mord. Alles sehr vorhersehbar.

 

Gut durchdacht war jedoch die Auflösung des Täters. Bis zum Schluss tappte der Leser total im Dunkeln. Die Verzweigung zwischen den einzelnen Opfern war so weit extrem weit entfernt oder gar nicht vorhanden, was einfach auf nichts schließen ließ. Die Auflösung war dann sehr überraschend…

 

Neben den Themen Rassismus und dem kurdischen Glauben war es sehr interessant, dass die finnische Autorin noch den aztekischen Glauben durch das Amulett, welches bei jedem Opfer gefunden wurde, mit einbrachte. Auch die Herleitung des Buchtitels war sehr interessant.

 

Jedoch hat mir einfach der Spannungsbogen gefehlt und das Erzählen der Geschichte wurde leicht langatmig. Mit mehr Highlights und Wow-Effekten wäre es ein tolles Buch.

 

Fazit

In ihrem ersten Roman spricht die Autorin interessante Themen an und setzt diese gut um bzw. bringt sie gut in das Buch ein. Da mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat, werde ich die Autorin im Auge behalten und freue mich auf ihr nächstes Buch und werde auch dieses lesen. Ich hoffe nur mit ein wenig mehr Spannung.