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Ein Nehmen und ein Geben...

Das Herz ihrer Tochter: Roman - Jodi Picoult, Klaus Timmermann, Ulrike Wasel

Inhaltsangabe
Das Herz eines Mörders für das Leben ihrer Tochter.
June Nealon war eine glückliche Frau. Bis Shay Bourne in einem einzigen Augenblick ihrem Glück ein Ende bereitete. Für den Mord an ihrem Mann und ihrer ersten Tochter erwartet Bourne nun die Todesstrafe. Doch mit einer ungeheuerlichen Tat will er das Leben ihrer zweiten Tochter retten und alles wieder gutmachen.

 

Meine Bewertung

Nach einer längeren Jodi Picoult Pause war ich unheimlich gespannt auf dieses Buch, denn bisher konnte mich noch kein Roman enttäuschen.

„Das Herz ihrer Tochter“ behandelt die Themen Todesstrafe und Organtransplantation, dass heißt es versprach interessant zu werden.

Im Buch geht es um Shay, einen zum Tode verurteilten Mörder. Seine Opfer waren der Polizist und Ehemann von June Nealon, sowie ihre siebenjährige Tochter Elizabeth. Der Gefängnisinsasse Shay beschließt nach seiner Exekution sein Herz zu spenden. Das Herz soll an June Nealon’s andere, herzkrankte Tochter Claire gehen. Für den Leser in erster Linie ein Gewissenskonflikt. Dies war er auch für mich! Er nahm zwei Leben, will durch sein Herz jedoch ein anderes am Leben erhalten…
Woran man als Leser nicht denkt, ist, dass ein Herz nach einer Exekution durch die Giftspritze nicht mehr zu gebrauchen ist.

Im Buch geht es also um Shay, der auf jeden Fall sein Herz spenden möchte, seine Anwältin, die alles Mögliche versucht, um Shay diesen letzten Wunsch zu ermöglichen und um einen Pfarrer, der Shay begleitet und der eine ganz besondere und folgenreiche Verbindung zu Shay hat.
Und auf der anderen Seite beschreibt Jodi Picoult die Situation aus June’s Sicht, der ein Herz für ihre kranke Tochter angeboten wurde, nur leider von dem Mörder ihres Mannes und ihrer anderen Tochter. Am interessantesten fand ich das Thema „Zellgedächtnis“. Nimmt ein Mensch, der ein Spenderorgan empfängt, Eigenarten vom Spender an oder ist das ein Hirngespinst?

Vielleicht lag es daran, dass Picoult einen Pfarrer in die Geschichte einbrachte, denn das Thema Religion nahm gerade im ersten Drittel absolute Überhand und ich konnte mich damit überhaupt nicht arrangieren. Leider konnte man aufgrund des Klappentextes rein gar nicht auf dieses Thema schließen.
Ein weiterer Faktor, der mich wirklich negativ stimmte, waren Einwürfe von übernatürlichen Geschehnissen. Ich kam mir kurzzeitig vor wie in einer Zaubershow. Schade.

Im Großen und Ganzen konnte die Autorin das Ruder noch einmal herumreißen, doch es fehlte eindeutig an den großen Emotionen, wie man es von Jodi Picoult kennt. Wie immer schafft sie es jedoch, den Leser zum Nachdenken anzuregen!

 

Fazit
Ein Buch mit einer interessanten Grundidee. Leider konnte Picoult dieses Mal nicht ihr Talent beweisen, welches sie sonst in ihren Büchern immer zum Ausdruck bringt. Aus der Idee hätte man um einiges mehr herausholen können. Das Thema Todesstrafe kam mir eindeutig zu kurz und hätte intensiver besprochen werden können. Ich freue mich trotzdem auf meinen nächsten Roman der Autoren. Die Wahl ist auf „19 Minuten gefallen“.