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Ein außergewöhnliches Mädchen

Carrie - Stephen King, Wolfgang Neuhaus

Inhaltsangabe

Carrie war schon immer anders. Wegen ihrer unbeholfenen Art ist sie in der Schule eine Außenseiterin und wird gnadenlos gehänselt. Zu Hause leidet sie unter dem religiösen Fanatismus ihrer Mutter. Nur ein einziges Mal fühlt sich Carrie so wie alle anderen Mädchen: Als sie zum Schulball eingeladen wird. Doch der Abend endet nach einem grausamen Streich in einer Katastrophe. Denn Carrie ist beseelt von einer unheimlichen Gabe. Einer Gabe, die sie ein Inferno entfesseln lässt, gegen das die Hölle wie ein lieblicher Garten Eden aussieht.

 

Meine Bewertung

„Carrie“ – mein erstes Stephen King Buch seit Jahren und ich kannte bisher auch den Film nicht, das werde ich aber auf jeden Fall zeitnah ändern, denn ich bin schon gespannt, wie dieser umgesetzt wurde!

 

Die Charaktere im Buch waren leider nicht mein Fall muss ich sagen. Auch Carrie, die wirklich mitleiderregend dargestellt wurde, schaffte es nicht mich zu begeistern. Auch wenn sie den Buchtitel darstellt, gelang es Herrn King nicht wirklich bei ihrer Persönlichkeit in die Tiefe zu gehen.

 

Dennoch erfahren wir so einiges über Carrie. King beschreibt sie als unheimlich hässlich und als totale Außenseiterin. Sie trägt das TK-Gen in sich, wobei TK für Telekinese steht. Carrie kann sein dem Kleinkindalter Dinge/ Sachen allein durch ihre Gedanken bewegen/ hervorrufen. Und hier tritt der wahre King auf! Denn was sie mit ihren Kräften alles „bewegt“ bzw. hervorruft, ist wirklich bemerkenswert. Jedoch muss es immer einen Auslöser geben, der Carrie ihre Kräfte einsetzen lässt. Stephen King wählte sehr oft das Verhältnis zu ihrer verwitweten und streng religiösen Mutter als Auslöser. Die Mutter spielt in dem Buch eine interessante Persönlichkeit, jedoch eher im negativen Sinne. Ihre Erziehungsmethoden sind wirklich alles andere als normal!

 

Der einzige Charakter, mit dem ich wirklich mitgehen konnte war Sue Snell! Ist das nicht ein geiler Name?? :-) Ein wirkliches Highlight im Buch und ich glaube der Witz fällt auch nur uns Deutschen auf.

 

Von der Story war mir bisher nur die Ballnacht bekannt, einfach vom hören sagen.

Einsteigen tut der Leser in der Duschszene. Ich denke ziemlich ausschlaggebend für den Verlauf der Geschichte. Hier ist eindeutig Carrie das Opfer, aber da auch ein großer Anteil Unwissenheit und Naivität mitspielt, hat mich diese Szene nicht berührt. Wir erfahren, dass Carrie seit Jahren von ihren Mitschülern gemobbt wird und dies auf eine schon ziemlich gemeine Art und Weise!

Der Höhepunkt von allem wird dann in der berüchtigten Ballnacht erreicht. Hier kommt es zu einem Streich, der bei Carrie endgültig alle Sicherungen durchbrennen lässt und meiner Meinung nach eine kleine Persönlichkeitsveränderung bewirkt!

 

Plötzlich erscheint Carrie stark, selbstbewusst und rachsüchtig! Sie setzt ihre TK-Kräfte in jeglicher Hinsicht und mit zerstörender Wut ein. Das Resultat, welches King dadurch erzeugte ist pures Chaos in der kleinen Stadt Camberlain!

 

Mit dem Ende konnte ich mich nicht wirklich arrangieren, aber das ist immer Geschmackssache. Es war irgendwie nichtssagend!

 

Abschließend möchte ich noch etwas zum Schreibstil sagen: Es ist das erste Werk des King’s und deshalb erhoffe ich mir in allen weiteren Büchern eine Steigerung in Hinsicht auf den Schreibstil! King fügte hier dermaßen viele Gedankengänge ein, welche in Klammern mitten in einen Satz eingefügt wurden, dass es den Lesefluss wirklich erheblich beeinflusste. Man musste am Ende der Klammer meistens den Satz vor der Klammer noch einmal lesen und das war sehr anstrengend. Hinzu kamen etliche Zeitungsartikel, die eingefügt wurden und einen jedes Mal wieder aus der Story rissen.  

 

Fazit

Ein Buch mit einer sehr interessanten Grundidee, ein Mädchen, welches ständig schikaniert wird und sich dann plötzlich an allem und jeden rächt. Ich denke aber bei diesem Buch gibt es noch einiges an Luft nach oben. Irgendwas hat mir gefehlt, ich glaube einfach mehr „Carrie“ und nicht so viel drum herum. Und leider konnte ich mich mit dem Schreibstil wirklich so gar nicht arrangieren.