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Abenteuer in einer ganz anderen Welt

Herrscher der Gezeiten - Nichola Reilly

Wer diesen Roman gelesen hat, wird das Meer mit anderen Augen sehen ...
Die Erde ist überflutet. Die letzten Überlebenden harren auf einer kleinen Insel aus, deren Ufer mit jeder Flut schmaler werden. Dass sie in dieser Welt unerwünscht ist, spürt Coe jeden Tag. So gut sie kann, erledigt sie ihre erniedrigende Arbeit und setzt sich gegen die anderen Inselbewohner zur Wehr. Heimlich schwärmt sie für den mutigen Tiam, ihren einzigen Freund.
Dann geschieht es. Der Herrscher der Insel liegt im Sterben und hinterlässt keinen Erben. Ausgerechnet Coe wird ins Schloss eingeladen und erfährt, dass die königliche Familie ein Geheimnis hütet, das alles für immer verändern kann. Gibt es einen Ausweg aus dem Albtraum, in dem sie alle leben? Coe und Tiam müssen sich beeilen, Antworten zu finden, bevor ihre Welt für immer in den Fluten versinkt ...

(Quelle: Darkiss)

 

Meine Bewertung

Unsere Hauptprotagonistin heißt Coe, das ist die Kurzform von Corvina, was so viel bedeutet, wie „schleimiger, übel riechender Fisch“ (S.28) und so wird Coe auch von der Autorin dargestellt. Zu Beginn stellt uns Reilly Coe als schwachen Charakter dar, aber der Charakter wächst im Laufe der Geschichte, was mir sehr gefallen hat. Coe lebt in einer Welt, die von unvorstellbaren Wassermassen geherrscht wird. Auf der Insel Tide kämpfen alle 496 Bewohner täglich um das Überleben, gegen die Flut und gegen die Kritzler. Dann ist jeder sich selbst Überlassen. Denn die Bewohner sind Einzelgänger, Vertrautheit, Freundschaft und Hilfsbereitschaft sind ihnen fremd, sie kennen deren Bedeutung nicht. 

 

Genauso wenig kennen sie Gefühle der Zuneigung bzw. der Liebe. Und um uns dies näher zu bringen, hegt Coe heimlich „Gefühle“ für Tiam. Gefühle in Anführungsstrichen, weil sie einfach nicht benennen kann, was da zwischen ihnen ist. Aber Coe wurde von ihren Vorfahren ein Märchenbuch hinterlassen, somit stößt sie auf das Wort Liebe. Coe definiert Liebe folgendermaßen:

„Das bedeutet, dass man jemanden mehr mag als sich selbst. Aber … das ist gefährlich.“

 

Als das Oberhaupt der Insel stirbt, kommt es zu vielen Auseinandersetzungen. Coe und Tiam gegen den Rest! Und von da an nimmt das Buch an Fahrt an, denn beide suchen einen Weg den Fluten zu entkommen.

Dort unten kommt es auch zu meinem Lieblingszitat:

„Mir geht durch den Kopf, wie ich mein ganzes Leben hatte leben können, ohne zu wissen, dass so etwas existiert. Diese wunderbare Sache.“ (S. 279)

Um was es dabei geht, möchte ich nicht verraten. Nur so viel, es ist eine Sache, die für unsere Gesellschaft alltäglich geworden ist und nichts besonderes mehr darstellt.

 

Die letzten 100 Seiten waren wirklich ereignisreich. Coe erfährt Dinge über ihre Herkunft, eine wirkliche Überraschung für den Leser und die Autorin hat weitere Überraschungen für den Leser parat.

 

Das Zusammenspiel von Cover und Story ist fast perfekt, aber ich hätte mir eine wirklichkeitsgetreuere Darstellung von Coe gewünscht. Sie als Ersatz der weiblichen Figur auf dem Cover wäre perfekt und ein weiterer Hingucker gewesen, denn Coe hat einige besondere Merkmale, z.B. ihre pinken Augen.

 

Kleine Abzüge gibt es für die Namen der Charaktere in der Geschichte, irgendwie hatte ich mit fast jedem Namen meine Probleme, aber das mag Geschmackssache sein. Und die Erklärung der Grundidee am Anfang fiel für meinen Geschmack einfach zu lang aus.

 

Fazit

Ein Buch welches durch seine Idee, der Gefahr des Wassers besticht! Zu dem gefallen mir an dem Buch die kleinen Dinge. Sachen, die gesagt werden und deren Bedeutung man im Nachhinein erst nachfühlt. Ein Buch, welches unsere heutige Welt völlig ausschaltet und wir die wahren Dinge wieder zu schätzen wissen.