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Komm mit nach Hell, Texas!

Willkommen in Hell, Texas: Festa Extrem - Tim Miller

Inhaltsangabe

Auf ihrem Roadtrip durch den Süden von Texas werden vier Collegestudenten irgendwo im Nirgendwo von einem Sheriff angehalten und verhaftet. Er beschuldigt sie illegale Einwanderer zu sein. 
Die vier werden in das Städtchen Hell gebracht. Hier leben die Bürger nach ihren eigenen kranken Regeln. Und in der Kunst der sadistischen Vernichtung von Fleisch und Seele haben sie unvorstellbare Meisterschaft erlangt …

 

Bewertung

Folgenden Ausspruch fand ich auf der Verlagsseite:

Willkommen in Hell, Texas ist eines der brutalsten Bücher, die Festa bisher veröffentlicht hat. Tim Miller schreibt abartig … abartig gut!“

Leider kann ich dem nicht ganz zustimmen. Ja, einige Szenen bleiben mir aufgrund ihrer Brutalität im Gedächtnis, aber ich glaube, da konnten mich andere Bücher des Verlages mehr schocken.

Aber jeder Mensch definiert und empfindet Brutalität glaub ich anders und demnach geht dieser Punkt nicht in meine Bewertung ein.

 

Wie bei den FESTA-Extrem-Büchern nicht anders zu erwarten, legt auch Tim Miller bereits auf S. 5 voll los und er nimmt uns mit nach Hell, Texas.

Die 4 Jugendlichen werden sofort nach ihrer Ankunft getrennt und auf jeden wartet eine andere Begegnung des Schreckens mit den Dorfbewohnern.

Da hätten wir:

 - einen Vater, der seinem Sohn gern Frauen für gewisse Sachen verschafft

- einen übergroßen Protz, deren Gast nie länger als einen Tag am Leben bleibt

- eine alte Dame, die dem Wort Sklaven eine neue Bedeutung gibt

- und einen Doc, der gerne auf seltsamste Art experimentiert

 

Wie Miller die vier einzelnen Geschichten erzählt gefiel mir echt gut. Mir hat der Erzählstrang von dem übergroßen Kerl glaub ich am meisten zugesagt, denn er überzeugt wirklich mit Brutalität, besonders der Gedanke an Salz lässt mich zucken.

Total verrückt bleiben mir der Doc und sein Sessel der ganz besonderen Art in Erinnerung. Was ein Freak!!!

 

Wie das Dorf von den Dorfbewohnern beherrscht wird, wird dieses Buch von Folter, Grausamkeit und absoluter Mordlust beherrscht. Wer Themen wie Vergewaltigungen, Abtrennung sämtlicher Körperteile und Folter jeglicher Art ablehnt, sollte die Finger von diesem Buch lassen.

Für mich war bei diesem Buch der Ekelfaktor nicht allzu hoch angesetzt, was nach dem Buch „Das Schwein“ ganz angenehm war! Ich bevorzuge dann doch blanke Brutalität und Blut!

 

Die Entwicklung der Geschichte ist dem Autor nicht ganz gelungen. Mir hat zeitweise Action gefehlt und auch der letztendliche Ausgang war nicht nach meinem Geschmack. Diese realistische Grundidee wurde ein wenig zu unwirklich gelöst. Aber auch dies mag Geschmackssache sein.

 

Neben der unwirklichen Auflösung fiel mir eine häufige Wiederholung auf, als es um den Hintergrund des Dorfes Hell geht. Auf 160 Seiten muss ein mehrmaliges Ansprechen eines Themas nicht sein. Und dann wäre da noch das Thema Pärchen. Irgendwie habe ich bis zum Schluss nicht durchgeblickt, wer da mit wem liiert war. Ein kleiner Abzug, da ich zwischendurch einfach zu oft darüber gegrübelt habe.

 

Fazit

Ein Buch, von dem mir zwei Wörter in Erinnerung bleiben, Salz und Sessel! Tim Miller hat wieder neue Szenen in mein Gehirn gepflanzt, was bei der Vielfalt nicht so leicht ist, aber bei den Wörtern Salz und Sessel werde ich ab sofort an dieses Buch denken.

Für alle Fans der EXTREM-Reihe spreche ich eine Leseempfehlung aus. Ich persönlich hätte mir jedoch noch mehr Action gewünscht!