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Es hätte ein wenig mehr Dark House sein dürfen...

Dark House: Roman - Thomas Kastura

Inhaltsangabe

Da waren’s nur noch neun.
Es war eine unverzeihliche Verrücktheit. Zehn Jahre ist es her, dass John und seine Freunde als Abschluss ihres Studiums in einem verlassenen Gebäude ein »Dark House« einrichteten: mehrere völlig abgedunkelte Räume, in denen nichts zu sehen, aber alles erlaubt war. Wie weit würden sie gehen? Würden sie nach dieser Grenzerfahrung noch dieselben sein? Kurz darauf verübte eine junge Frau aus der Gruppe Selbstmord, über den niemals wirklich gesprochen wurde. Nun wollen die Freunde endlich Licht ins Dunkel bringen und treffen sich auf Johns Anwesen an der felsigen Küste von Dorset. Doch kaum ist ein Tag vergangen, liegt einer von ihnen tot auf den Klippen – der Beginn eines tödlichen Reigens...

 

Bewertung

Von Anfang an wollte ich unbedingt wissen, was in dem Dark House vor 10 Jahren passiert ist und warum sich die junge Frau umgebracht hat.

 

Wie der Autor am Anfang alle Charaktere vorgestellt hat, fand ich gut gelungen. Alle unterscheiden sich sehr voneinander und jeder hat nach dem Studium einen total anderen Weg eingeschlagen.

Konnte dieses Wiedersehen nach 10 Jahren gut gehen??

 

Am Anfang erinnerte mich dieses Buch stark an einen typischen Horrorfilm.

Wiedersehen in einem abgelegenen Haus, ein Sturm mit starkem Regen kommt auf, plötzlich verschwinden Handys, Autoreifen werden zerstochen, es gibt kein Entkommen.

Und dann stirbt eine Person nach der anderen auf mysteriöse Weise.

Ich habe gehofft, dass es nicht so vorhersehbar ist, war es auch nicht immer. Einige überraschende Wendungen und Geschehnisse gab es auf jeden Fall.

Wie bei jedem Horrorfilm versuchte ich jetzt schon zu erahnen, wer den „übrig bleibt“, da war mein erster Gedanke allerdings falsch.

 

Das Buch weist ein unheimlich gutes Lesetempo auf, große Schrift und kurze Kapitel, man rennt fast durch die Geschichte. Absoluter Pluspunkt, denn rasante Bücher gefallen mir sehr. Auch der Schreibstil von Kastura gefiel mir.

 

Was in diesem Buch eindeutig zu kurz kam, war die Story mit dem „Dark House“, es gab zwar immer kurze Einschnitte, die im Buch toll dargestellt wurden, aber das war mir zu wenig. Ich wollte mehr erfahren, was im Dark House passiert ist, was die einzelnen Charaktere für Erfahrungen gemacht haben usw.

Die Spannung war teilweise da, aber es hätte eindeutig mehr auf die Psychoebene abdriften dürfen, dass hätte den Spannungsbogen eindeutig erhöht.

 

Auf das Ende hätte man meiner Meinung nach nicht schließen können, da war der Autor wirklich kreativ. Als es dann raus war, ließ die Spannung nach. Ich habe dann den Showdown abgewartet, er war okay, aber hat mich nicht umgehauen.

Allerdings hat mich das letzte Kapitel ja mal total herumgewirbelt.

Nie mit gerechnet, sehr spezieller Ausgang.

 

Fazit

Ein Buch, welches als Roman ausgeschrieben ist, ich jedoch keine Romanelemente erkenne. Für mich gehört dieses Buch in das Thriller-Genre.

Hier hätte der Autor ein wenig mehr dieses Psycho-Spiel einbringen können, die Dark House Erfahrungen wären dafür ein gutes Grundgerüst gewesen, glaube ich.

Ein Story, die nicht lange fesselt, aber es ist ein Buch, welches einen unheimlich guten Lesefluss hat.

Für Leser, die selten Thriller lesen, ist dieses Buch glaub ich ein empfehlenswertes Buch. Für mich hätte es MEHR sein dürfen. MEHR von allem!