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Zu Tränen gerührt...

Die letzten Tage von Rabbit Hayes - Anna McPartlin, Sabine Maier-Längsfeld

Inhaltsangabe

Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt. 
Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst ...
Die Geschichte von Rabbit Hayes: ungeheuer traurig. Ungeheuer tröstlich.

 

Bewertung

Dies ist wieder ein Buch zu dem ich nicht allzu viel sagen möchte, einfach weil jeder Leser selbst in diese Geschichte abtauchen sollte. Gerade mit dem Thema, welches das Buch behandelt, geht jeder meiner Meinung nach anders um, sobald man zum Beispiel selbst befangen ist, könnte dieses Buch wirklich tragisch ans Herz gehen und einen wahren Kampf bedeuten.

 

Was ich verrate, aber das werden die meisten bestimmt schon wissen, wurde Rabbits froher Lebensgeist vom Krebs eingenommen und im Buch begleiten wir sie und ihre Familie während den letzten 9 Tagen.

 

Im Verlauf der 9 Tagen lernen wir so viele Charaktere kennen, Rabbits Eltern, ihre Geschwister, ihre Neffen, ihre Freunde und natürlich ihre Tochter. Wer hier die meisten Sympathiepunkte von mir bekommen hat?

Alle!

Jeder Charakter hat mich mit seiner Persönlichkeit und seiner ganz eigenen Geschichte berührt und positiv gestimmt.

Einen Charakter, der mich genervt oder negativ gestimmt hat, gab es hier wirklich nicht.

 

Der Schreibstil in Verbindung mit der Story war einfach nur wohltuend. Anna McPartlin geht hier mit viel Feingefühl, aber auch mit viel Humor und Witz an die Geschichte heran und spielt ein tolles Spiel mit den Gefühlen des Lesers.

In Hinsicht auf die von vielen bisherigen Lesern vorausgesagten traurigen Emotionen habe ich mir zur Mitte des Buches fast ein wenig mehr gewünscht, denn ich hatte zwischenzeitlich die Vermutung, dass die Autorin mich nicht mehr zum Weinen bekommt.

Zwar musste ich mich ein wenig gedulden, aber dann hat die Autorin wirklich alles gegeben und die letzten 30 Seiten bzw. das Ende waren für mich ein Kampf, denn mit einem fast chronischen Tränenschleier in den Augen liest es sich wirklich nicht so einfach.

Diese Gegebenheit war übrigens für mich der Ausschlag für meine Bewertung dieses Buches.

 

 

Fazit

Ein wahnsinnig schönes Buch, mit einer unheimlich sympathischen und starken Protagonistin. Und auch mich, als bekannter Horror-Freak konnte dieses Buch zu Tränen rühren. Wenn ein Buch das schafft, hat es meiner Meinung nach einfach die Bestbewertung verdient.

Aufgrund dieses Fazits bin ich offen und bereit für weitere Bücher der Autorin, da werde ich mich mal durch die Klappentexte lesen.