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Öffne deine Augen nicht!

Bird Box - Schließe deine Augen: Roman - Josh Malerman, Fred Kinzel

Inhaltsangabe

Ich sehe was, dass du nicht siehst - und es ist tödlich...

Malorie ist hochschwanger, als immer mehr Menschen aus aller Welt von einem schrecklichen Wahnsinn befallen werden und sterben. Gleichzeitig häufen sich die Meldungen von etwas Unheimlichem, dessen bloßer Anblick die Raserei auslösen soll. Schon bald herrscht überall gespenstische Ruhe. Die wenigen Überlebenden haben sich in kleinen versprengten Gruppen zusammengefunden und verbarrikadieren sich in ihren Häusern. Malorie versucht alles, um die Menschen, die sie liebt, zu beschützen – in einer Welt, die von vier Wänden und verdunkelten Fenstern begrenzt wird. Und in der man den Tod erblickt, sobald man nur die Augen öffnet…

 

Meine Bewertung

Optisch ist dieses Buch ein absoluter Hingucker und zusammen mit dem Klappentext macht es Lust auf dieses Buch und dieses düstere Thema.

 

Malorie und ihre zwei Kinder, welche bis zum Schluss namenslos bleiben, leben unter ganz mysteriösen Umständen:

Ein Haus, barrikadiert, alle Fenster mit Decken abgehangen.

Im Haus wird jegliches Tageslicht vermieden.

Wichtigstes Utensil ist die Augenbinde.

Kein sozialer Kontakt.

 

Als die erste bedrückende Stimmung im Buch aufkam, wechselte der Autor in der Perspektive. An die darauffolgenden häufigen Perspektivwechsel musste ich mich erst gewöhnen, aber es war dann eine schöne Abwechslung und zum Schluss auf jeden Fall der Fakt, der die Spannung antrieb.

 

DIE VERGANGENHEIT

Nachdem IRGENDWAS, was man sehen konnte, jedoch nicht sehen sollte, zur Gefahr der Menschheit wurde, wollte die schwangere Malorie nur noch in Sicherheit und fand diese in einem Haus, welches schon Schutz für andere Flüchtlinge geboten hat. Malorie lernt die anderen Hausgenossen kennen, als Leser bleiben diese Charaktere jedoch sehr blass. Allerdings packte der Autor Persönlichkeiten in dieses Haus, die dem Leser zum Grübeln anregen.

 

Für die Hausgenossen hat Sicherheit die höchste Priorität, da wird der tägliche Weg zum Brunnen hinter dem Haus zur Qual. Denn der Weg dorthin wird blind, mit einer Augenklappe zurückgelegt, vor Angst DAS zu sehen und durchzudrehen. Denn alle, die dieses ETWAS sehen, begehen danach Selbstmord oder töten andere Menschen.

 

EINEN ZEITSPRUNG WEITER

Hier erzählt Malorie, wie sie die 4 Jahre mit ihren Kindern in dem Haus gelebt bzw. überlebt hat. Unheimlich interessant fand ich ihre Erziehungsmethoden, um ihre Kinder zu schützen. Die Kinder sollten mit geschlossenen Augen aufwachen und sollten den perfekten Gehörsinn entwickeln. Und wie grausam und düster der Autor dieses Thema darstellte, war schon echt grandios.

 

DIE GEGENWART

Konnte mich hingegen leider nicht wirklich begeistern. Der Autor versuchte zwar diese düstere Stimmung aufrechtzuerhalten, jedoch konnte mich nur die Gegebenheit packen, nicht zu wissen, was um einen herum passiert.

Hier stellte mir der Autor auch zu viele Fragen in den Raum und er ließ den Leser bis zum Schluss im Ungewissen.

 

Auch was der Titel „Bird Box“ mit dem Buch verbindet, ist mir klar, aber irgendwie ist mir die Verbindung zu unspektakulär. Falls ich den tieferen Sinn nicht verstanden habe, bitte ich andere Leser mich aufzuklären.

 

Absolutes Plus an dem Buch ist die Stimmung, die Idee und das die Idee bei mir reale Vorstellungen auslöst, zB. könnte ich so leben? Denn es ist ja noch etwas anderes als nur „blind“ zu sein.

Leider finde ich in diesem Buch auch einige Kritikpunkte. Mit dem Schreibstil, dh den kurzen abgehackten Sätzen kam für mich kein richtiger Lesefluss auf. Für mich kamen die Charaktere zu kurz, und sei es nur, wenn Malorie einen tieferen Sinn zugedacht wäre. Diese Geschichte bietet nämlich eine tolle Grundvoraussetzung für Einblicke in die menschliche Psyche.

Und auch das Ende und die offenen Fragen, die der Autor uns lässt, konnten mich nicht begeistern.

 

Fazit

Ein Buch, dass mich nicht enttäuscht, von dessen Idee ich mir allerdings mehr erwartet habe. Dieses Buch und seine Idee lässt es in meinen Fingern kribbeln, diese Idee als Grundthema zu nutzen und das Buch mit meiner Fantasie auszukleiden.

Als bekennender Horror-Fan mag es daran liegen, dass ich mehr Horror gesucht habe. Die Stimmung war der Anfang, aber dann fehlte etwas.