16 Follower
20 Ich folge
LeseBlick

LeseBlick

Ich lese gerade

Böses Kind: Der erste Fall für Kommissar Henry Frei
Martin Krist
Bereits gelesen: 34 %
Kleine große Schritte: Roman
Jodi Picoult, Elfriede Peschel
Bereits gelesen: 106/592 pages
Bleiche Knochen: Der erste Fall für Katie Maguire
Graham Masterton
Bereits gelesen: 226/448 pages
The Monster Man of Horror House: Roman
Heike Schrapper, Danny King
Bereits gelesen: 35 %
Das Lied von Eis und Feuer 03: Der Thron der Sieben Königreiche
George R.R. Martin, Andreas Helweg
Bereits gelesen: 280/576 pages
Fireman: Roman
Ronald Gutberlet, Joe Hill
Bereits gelesen: 250/960 pages
Calendar Girl - Verführt: Januar/Februar/März (Calendar Girl Quartal 1)
Christiane Sipeer, Graziella Stern, Friederike Ails, Audrey Carlan
Bereits gelesen: 170/369 pages
Tess: Roman
Thomas Hardy, Helga Schulz
Bereits gelesen: 98/592 pages
Dornen des Glücks (Das Erbe von Foxworth Hall, #3)
Michael Görden, V.C. Andrews
Bereits gelesen: 200/416 pages

Ein Einblick in das bewegende Leben der Autorin

Ein jeder Engel ist schrecklich: Aus meinem Leben - Susanna Tamaro, Barbara Kleiner

Inhaltsangabe

Die erschütternde Kindheit einer großen Autorin

Das Kind ist hochsensibel und extrem schüchtern. Hübsch ist es auch nicht. Vom Bruder fast sadistisch gequält, von den Eltern weitgehend vernachlässigt – Susanna Tamaros Triester Kindheit ist alles andere als glücklich. Was das junge Mädchen rettet, ist die Liebe zur Literatur und die Entdeckung, dass die Welt trotz allem einfach überwältigend schön ist. Ein autobiographischer Roman, der erzählt, wie Susanna Tamaro zu einer so wunderbaren Schriftstellerin und einem so guten Menschen wurde.

 

Meine Meinung

„Ein jeder Engel ist schrecklich“ ist mein erstes Buch der Autorin und dann gleich das autobiographische Werk, ich war sehr gespannt, die Autorin auf diesem Wege kennenzulernen.

 

Ziemlich zu Beginn wurde mir schon klar, dass der Engel im Titel des Buches einen großen Wert hat. Gott und das Leben mit dem kirchlichen Glauben spielt im Buch eine große Rolle für die Autorin und begleitet sie auf ihrem Weg.

 

Ihre sehr gefühllose Kindheit, in der sie immer wieder auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit zurückgewiesen und enttäuscht wurde, waren sehr schwere Jahre und ich denke jede Person würde so eine Zeit für den Rest des Lebens prägen. Besonders interessant fand ich den kurzen Einblick dahin, dass Susanna Tamaro als Kind an Ataraxie gelitten hat, das beschreibt eine Affektlosigkeit und innere Gelassenheit in Hinsicht auf emotionale Situation. Aufgrund ihrer Erfahrungen war sie irgendwann nicht mehr in der Lage, Gefühle zu entwickeln bzw. nach außen zu bringen.

Sie selbst bezeichnet sich in den frühen Kindheitstagen als „Eisberg-Mädchen“ oder „Abgrund-Mädchen“, welches einen Bezug auf den Mariannengraben hat, einen Tiefseegraben im Pazifik.

 

Für mich ein absoluter Pluspunkt ist, dass Tamaro immer wieder auf ihren wohl größten Erfolg „Geh, wohin dein Herz dich trägt“ eingeht. Sie beschreibt das Buch an einer Stelle als „die Suche nach dem tieferen Selbst“ (S. 153) und ich denke, dass ich ein Anlass, dass ich mir dieses Buch vormerke.

 

Vom Gefühl her konnte mich ihr Leben im Erwachsenenalter ein wenig mehr begeistern bzw. in seinen Bann ziehen. Ihren Weg nach Rom, die Erkenntnis, dass sie das Schreiben liebt und ihre Entwicklung der Persönlichkeit konnten mich dann abschließend doch sehr beeindrucken.

 

Im Buch begegnen wir einigen Personen, die ihr Leben negativ beeinflusst haben, aber auch einige, die ihr Positives brachten. Ein guter Ausgleich meiner Meinung nach.

 

Aus der Erfahrung heraus, konnte sie die werden, die sie ist!

Und ich habe vor jedem Autor großen Respekt, der uns Lesern sein Leben offenbart. Aus diesem Grund finde ich es immer sehr schwer eine Autobiographie zu bewerten. Zudem zeigt dieses Buch eine Vielfalt von Zitaten auf, die mich unheimlich berührt und nachdenklich gemacht haben.

__________________________________________________________

 

Kleine Abzüge muss bei diesem Buch trotzdem machen, einfach in Hinsicht auf meinen Geschmack des Schreibstils und meinem allgemeinem Buchgeschmack.

Das bereits oben beschriebene immer wieder auftauchende Thema Kirche und Gott waren für mich eher langatmig und schleppend, einfach weil ich mit diesem Thema selbst nichts anfangen kann. Für die Autorin war es hingegen wichtig, sie ist so aufgewachsen, deshalb gehört es auch in dieses Buch.

 

Und in der Mitte war das Buch sehr häufig lyrisch angehaucht. Auch dies war noch nie mein Genre und erschwerte mir das Lesen zwischenzeitlich sehr.

 

Mein Fazit

Ein autobiographisches Werk, welches mich erst im letzten Drittel und wegen seiner Tiefgründigkeit für sich einnehmen konnte.

Susanna Tamaro schildert hier ihre bewegende und prägende Kindheit, welche Person deshalb aus ihr wurde und wie sie zum Schreiben kam.