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Eine tolle Fortsetzung mit interessanten Charakteren!

Schändung (Sonderdezernat Q, #2) - Jussi Adler-Olsen, Hannes Thiess

Inhaltsangabe

»Der Blutdurst der Jäger. Wie würden sie es machen? Ein einzelner Schuss? Nein. So gnädig waren die nicht, diese Teufel, so waren sie nicht ...«

Ein Leichenfund in einem Sommerhaus in Rørvig. Der Verdacht fällt auf eine Gruppe junger Schüler eines exklusiven Privatinternats, die für ihre Gewaltorgien bekannt sind. Nur einer von ihnen gesteht.

Zwanzig Jahre später. Als Carl Mørck aus dem Urlaub zurückkommt, stößt ihn sein Assistent Assad mit der Nase auf die verstaubte Rørvig-Akte. Doch von oberster Stelle werden ihnen weitere Ermittlungen verboten. Denn die Spuren führen hinauf bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft, in die Welt der Aktienhändler, Reeder und Schönheitschirurgen. Und ganz nach unten...

 

Meine Meinung

Der 2. Fall des Sonderdezernats Q, indem in alten Fällen ermittelt wird.

Nachdem ich von Band 1 „Erbarmen“ wirklich positiv überrascht war, war ich umso gespannt er auf Band 2. Meistens halten ja Folgebände nicht das, was erste Bände versprechen.

 

Aufgrund des KT und des Trailers war ich gar nicht so sicher, ob mir die Story gefallen tut. Band 1 mit dem Bunker hat da schon mächtig einen vorgelegt und irgendwie ahnte ich hier, dass es so eine Wirtschaftsstory wird, aufgrund der höheren Kreise.

Der Prolog, der einem so gar nichts verriet, aber unheimlich zum Nachdenken anregte, hinterließ schon zu Beginn einen sehr guten Eindruck.

 

Wir kennen das Ermittler-Team, bestehend aus Carl Mørck und Assad bereits. Im zweiten Band bekommen sie weibliche Verstärkung. Sie heißt Rose und ist die neue im Sonderdezernat Q. Leider ging mir ihre Person zu sehr unter. Einen fulminanten Start hätte ich mir gewünscht.

Assad überzeugt, wie in Band 1 mit seiner Art, seinem Witz und seinen Scharfsinn für die Auflösung der Fälle. Für mich ein absoluter Pluspunkt war, dass auch Carl mir hier gut gefiel. Deutlich besser, als in „Erbarmen“. Er zeigt Biss und Ermittlergeist. Sein Privatleben und seine Gefühlslage kommen hier nicht  ganz so stark zur Geltung. Mir hat es jedoch nicht gefehlt.

 

Spannungstechnisch hatte die erste Hälfte wirklich wenig zu bieten, aber ich konnte mich von Anfang an für einen Charakter sehr begeistern und diesen zu verfolgen, hat meinen Lesefluss erheblich beschleunigt. Es war Kimmie, eine der Jugendlichen des Privatinternats. Ich mochte ihre verstörte, psychisch labile, verrückte und zerstörerische Art sehr.

Das letzte Drittel hatte dann doch noch einiges zu bieten und mit Wirrungen und Wendungen punkten.

 

Im Großen und Ganzen macht meine Bewertung die Idee des Buches, der Charakter Kimmie und deren Geschichte und das Ermittler-Duo aus.

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Einziger Kritikpunkt ist für mich hier wirklich die fehlende Spannung, die man in einem Thriller erwartet. Des Weiteren hoffe ich, dass Rose, der Neuzugang im Derzernat Q im dritten Band mehr in Erscheinung tritt.

 

Mein Fazit

Adler-Olsen konnte mich auch mit Band 2 der Carl Mørck – Reihe für sich einnehmen. Aufgrund des Charakters Kimmie und den grandiosen Ende zieht es sogar ein klein wenig an Band 1 „Erbarmen“ vorbei.

Ich freue mich absolut auf mehr und mehr ist Gott sei Dank schon geplant.