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Ein Auftakt, der Lust auf mehr macht, aber nicht fasziniert

Kalte Gräber - Elizabeth Heiter

Inhaltsangabe

Elizabeth Heiter nimmt den Leser mit auf eine nervenaufreibende Reise in die Welt der Serienmörder.

Jeder Fundort erzählt eine Geschichte. Und diese lässt FBI-Profilerin Evelyn Baine das Blut in den Adern gefrieren. Die Leichen zweier entsetzlich misshandelter junger Frauen, senkrecht bis zum Hals im feuchten Waldboden eingegraben. Die Gesichter zerstört durch Witterung und wilde Tiere. 
Das Werk des "Totengräbers von Bakersville".

Scheinbar willkürlich macht er Jagd auf junge Frauen und hortet ihre Leichen. Evelyn weiß, um den Totengräber zu erwischen, muss sie ihm geben, was er will – und das ist sie selbst.

 

Meine Meinung

Absoluter Pluspunkt für mich war gleich zu Beginn die Verbindung von Story zu Cover und Titel. Für mich ist es immer wichtig, dass ich beim Anblick des Covers die Geschichte wiederfinde, dass ist hier absolut der Fall.

 

Wie es meist so ist bei einem Reihenauftakt, bekommt man häppchenweise die Geschichte der Protagonisten erzählt. Und Evelyn Baine hat für meinen Geschmack eine interessante und spannende Geschichte im Nacken.

Bereits mit 12 Jahren beschließt sie zum FBI zu gehen.

Warum?

Weil damals ihre beste Freundin entführt wurde und es bis heute keine Spur vom Täter, von der Freundin selbst oder von den anderen Kindern, die aus ihrem Kinderzimmer entführt worden, gibt. Somit stand ihre Berufung schnell fest, sie möchte als Profilerin Serientäter aufspüren und zur Strecke bringen.

 

Der Fall des „Totengräbers von Bakersville“ stellt sich als gar nicht so einfach heraus. Ein Profil zu erstellen ist schwer, weil ein Motiv fehlt. Das Motiv des Täters ließ die Autorin lang im Dunkeln, was ich ja immer mag, um meine eigene Fantasie in Schwung zu bringen. Hier kam ich nicht drauf.

Der Täter ist schlau, soviel weiß sie und sein Modus Operandi hat mir sehr gefallen, es war mal etwas anderes, Leichen, die senkrecht eingegraben wurden.

Ein Punkt der die Geschichte anfänglich in eine spannende Richtung lenkte, war das einzelne Kapitel aus der Sicht des Täters beschrieben wurden und ich hoffte, dass die Autorin dies beibehält. Im Endeffekt waren es für mich zu wenig solcher Passagen, gerade gegen Ende hätte dieser Wechsel zwischen den Perspektiven Täter – Opfer für mehr Spannung sorgen können.

 

Das Ende fand ich ganz gut, außer dass die Protagonistin wieder ihr Ding gemacht hat und einzelne Szenen zum Schluss zu abstrakt waren. Alles was danach kam war ok.

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Ein großes Manko für mich ist hier die Auswahl der Charaktere. Evelyn ist schon spannend, aber ihr Charakter nimmt im Buch eine leichte Entwicklung ins Negative an. Auch die anderen Ermittler waren jetzt nicht meins und nicht unbedingt diejenigen, die in Erinnerung bleiben.

 

Und für mich wurde der Täter zu früh entlarvt.

Im letzten Drittel dachte ich nur, was soll denn da jetzt noch alles kommen?!

 

Mein Fazit

Ein Reihenauftakt mit Potenzial.

Der Fall gefiel mir, nur an der Spannung und an den Charakteren ist mehr herauszuholen. Allerdings las es sich sehr flott und ja, Band 1 und die Vorgeschichte der Profilerin machen Lust auf Band 2.

In diesem geht es um die Entführung ihrer damaligen 12-jährigen besten Freundin Cassie, welche dem „Kinderreimkiller“ in die Hände geraten ist und auch Evelyn sollte eins seiner Opfer werden…