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Eine wunderschöne winterliche Reise zur Schneekönigin

Die Schneekönigin - Wolfgang und Heike Hohlbein, Ludvik Glazer-Naudé

Inhaltsangabe

Als dem Teufel ein Zauberspiegel zerschellt, bricht bei den Menschen das Chaos aus. Wer von einem Splitter getroffen wird, dem gefriert das Herz und er sieht nur noch das Schlechte in der Welt. So ergeht es auch dem Jungen Kay. Und weil sein Herz so kalt geworden ist, verfällt er der eisigen Schönheit der Schneekönigin, die ihn in einer prächtigen Kutsche mit in ihr frostiges Schloss nimmt. Kays Freundin Gerda will das nicht hinnehmen. Sie macht sich auf, Kay zu suchen und zurückzubringen. Ihre abenteuerliche Reise führt sie zu Feen, Prinzessinnen, Räubern und schließlich zum Schloss der Schneekönigin. Wird es ihr gelingen, ihren Freund zu befreien oder verfällt auch sie der dunklen Macht der eisigen Herrscherin?

 

Meine Meinung

Als großer Fan der Schneekönigin war dieses Buch ein Muss, als es mir aufgrund des wunderschön gestalteten Covers in die Augen gestochen ist. Direkt vor dem Buch habe ich eine Kinderbuchausgabe des Märchens gelesen, so dass ich zum einen einen super Vergleich in Hinsicht der Story anstellen konnte und zum anderen zwei Mal in die winterliche, eiskalte Welt abtauchen konnte.

 

Auch in dieser Ausgabe sind Gerda und Kay Nachbarn und Freunde und keine Geschwister, was nicht weiter störend ist, aber doch ein wenig verwirrt, weil man aus dem Film einen ganz anderen, familiären Start in die Geschichte kennt.

 

Da diese Story nun eine andere Grundlage hat, geht das Buch natürlich auch in eine andere Richtung als die Verfilmung. Gerade das Ende ist natürlich ganz anders, aber ich fand es super.

Wie alle wissen, die das Märchen kennen, sind ein verzauberter Spiegel und seine Splitter eine große Gefahr. Als der kleine Kay einen Splitter ins Auge bekommt, verändert er sich. Er wirkt kalt und emotionslos. Die Freundschaft von Gerda und Kay liegt sprichwörtlich plötzlich auf Eis.

Doch Gerda ahnt, dass da etwas nicht stimmt und das seine Veränderung mit dieser seltsamen weiblichen Gestalt zu tun hat, die sie beide neulich ganz in weiß in der Stadt gesehen haben, die Schneekönigin.

 

Weil sie kein Gehör findet, macht sich die kleine Gerda allein auf die Suche nach ihrem Freund und verlässt die Stadt. Auf ihrer Reise begegnet sie einer Räuberfamilie und einer alten Dame, die trotz des kalten Winters einen wunderschön blühenden Blumengarten hat. Beide Geschichtsstränge fand ich wunderschön. Durch den sehr bildlichen Schreibstil hatte ich immer eine genaue Vorstellung vor Augen und konnte die Story umso mehr genießen.

 

Auf ihrer Reise und Suche nach Kay wuchs mit Gerda sehr ans Herz. Das Autorenpaar Hohlbein weist Gerda in der Geschichte viele bedeutende Charakterzüge zu. Gerda erscheint zielstrebig, mutig, selbstbewusst, sie kennt die Bedeutung von Freundschaft und kämpft für diese.

 

Es sind einfach viele Dinge schön verpackt im Buch. Das Thema Freundschaft und Familie wird angesprochen, ebenso die Thematik, ob Menschen gut oder böse sind oder ob vielleicht jeder Mensch einen Teil beider Eigenschaften in sich trägt und selbst dafür verantwortlich ist, welche er zum Vorschein kommen lässt.

 

Wie bereits erwähnt, war das Ende spektakulär, überraschend und einfach schön!

Dieses Buch ist mein erstes Buch des Paares Hohlbein und ich mochte den Schreibstil sehr, so dass ich bestimmt noch ein paar andere Bücher lesen werde, die aus den Köpfen der beiden entstanden sind bzw. neu interpretiert wurden.

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Damit es zum absoluten Highlight wird, was es hätte werden können, fehlen mir hier im Buch die Illustrationen. Anhand des Covers und der Buchrückseite ist für den Leser erkennbar, dass riesiges Potenzial dagewesen wäre. Da dieses Buch kein typisches Kinderbuch ist, hätten die Illustrationen gern ein wenig erwachsener sein können. Natürlich ist damit immer viel Arbeit verbunden, aber es hätte dem Buch den Gewissen Touch gegeben.

 

Mein Fazit

Das Ehepaar Hohlbein hat dieses Märchen wunderschön neu interpretiert.

Ich bin ganz in dem Buch aufgegangen und es passt einfach perfekt in die Winterzeit. Ein Hoch auf die Schneekönigin.