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Schenkt euren Füßen mehr Beachtung!

Unfuck your Feet: Das Comeback eines vernachlässigten Körperteils - Marco Montanez

Inhaltsangabe

DAS COMEBACK EINES VERNACHLÄSSIGTEN KÖRPERTEILS

Der Fuß, von den einen geliebt, von den anderen gehasst, aber meistens sträflich vernachlässigt. Damit ist jetzt Schluss! Unfuck your Feet lenkt die Aufmerksamkeit auf unsere Füße und den großen Zeh und führt Sie auf eine unterhaltsame und bilderreiche Reise von der Evolution des zweibeinigen Fußgängers bis zum modernen Turnschuh und den Irrungen und Wirrungen der modernen Orthopädie und ihren Einlagen. Marco Montanez Fußfitness-Konzept Toebility stärkt Ihre Füße und bietet Hilfe bei gängigen Fußproblemen wie Hallux valgus oder Fersensporn. Mit den zahlreichen Übungen in diesem Ratgeber machen Sie Ihre Füße endlich fit und holen sie aus ihrem Schattendasein heraus. 

 

Meine Meinung 

Dieses Buch habe ich vor geraumer Zeit vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Und ich war wahnsinnig neugierig auf diese Thematik, gerade da ich beruflich sehr viel mit den Füßen eines Menschen arbeite.

Da passte es super, dass ich bei NetGalley zusätzlich auf eine Challenge traf, welche dieses Buch beinhaltete. Ganz schnell habe ich das Buch nun wieder zur Hand genommen, um noch die letzten fehlenden Seiten zu beenden.

 

Und bereits im ersten Kapitel spricht der Autor das an, worum es in diesem Buch geht.

„Kaum ein Körperteil wird so offensichtlich vernachlässigt.“ (S. 13)

 

In insgesamt 38 kurzen und knackigen Kapiteln nimmt sich Marco Montanez den Fuß vor. Ich mag seine Art, wie er den Leser anspricht. Dies macht er sehr persönlich und eindringlich. Er verschönert in keinerlei Hinsicht bestehende Tatsachen und greift Beispiele aus dem Alltag auf, in denen sich mit Sicherheit viele der Leser wiederfinden werden.

 

Wie viele Menschen haben ihren Fuß schon einmal anatomisch betrachtet?

Auch wenn ich als Therapeutin mit der Anatomie des Fußes vertraut bin, war es interessant einmal Zahlen zu sehen. Denn Knochen und Muskeln eines Körperteils habe ich bisher noch nie gezählt.

26 Knochen

33 Gelenke

60 Muskeln

mehr als 100 Bänder

 

Fantastisch und erschreckend zugleich oder?

 

Der Autor nimmt im Buch immer wieder Anlauf, um dem Leser zu verdeutlichen, wie stark wir unsere Füße im Alltag ignorieren. Meines Erachtens brauch ein Mensch solche Bücher, um sich gewisse Themen erstmals näher zu bringen und zum Nachdenken anzuregen.

Fragt auch ihr euch einmal, was eure Füße für euch tun.

Welchen Aufgaben und Funktionen bringen sie mit sich?

Was müssen sie über das gesamte Leben alles aushalten?


„Wir haben vergessen, wie man steht, geht und läuft.“ (S. 26)

 

„Moderne Menschen haben verlernt zu gehen und schuld sind die Schuhe.“ (S. 45)

 

Das Thema Schuhe baut Marco Montanez in die Thematik Joggen ein.

Dieser Punkt spaltet immer wieder die Gemüter.

Ich persönlich finde, dass man diese Sportart sehr gut beherrschen muss, um seiner Physiologie treu zu bleiben. Aus therapeutischer Sicht bin ich allerdings kein Befürworter des Joggings, einfach weil ich der Meinung bin, dass sehr viele Menschen dieses physiologische Laufen nicht beherrschen. Der Autor spricht davon, dass viele Menschen erst einmal wieder lernen sollten, richtig zu stehen.

Damit trifft er es auf den Punkt.

Mir selbst wurden meine Probleme sehr gut vor Augen geführt.

An Laufen denke ich nicht, aber ich werde nun wieder üben physiologisch zu stehen.

 

Besonders erschreckt hat mich ein Beispiel hinsichtlich der Belastung beim Joggen. Wenn man da auf einmal Kilogrammangaben vor sich hat, sitzt man mit großen Augen und einem offenen Mund vor den geschriebenen Zeilen.

 

„Ein Körper ist nur so stark wie sein Fundament.“ (S. 80)

Und unser Fundament sind unsere Füße.

 

Um euch nicht zu viel vorwegzunehmen, möchte ich meine Worte an dieser Stelle sacken lassen. Jeder sollte in sich gehen und überlegen, wie viel Gutes er seinen Füßen tut und auch darüber nachdenken, wie viel Schlechtes wir unserem Fundament zu muten.

 

Da meine Füße selbst ein sehr unphysiologisches Grundgerüst darstellen, habe ich mich sehr über den praktischen Teil im Buch gefreut. Mit einfachen, aber so schwierigen Übungen werde ich mich in Zukunft meiner Fußmotorik widmen.

Es ist erschreckend, was ein Fuß wahrscheinlich einmal konnte und mit der Zeit verlernt hat.

 

Mein Fazit

Ich bedanke mich vielmals für diese Fokussierung auf meine Füße.

Trotz Vorwissen konnte der Autor mich zum Nachdenken anregen und er zeigt mir neue Perspektiven auf, um mich und auch meine Patienten besser zu beraten und zu behandeln. Mit seinem Buch „Unfuck your feet!“ spricht Montanez den Leser direkt an. Sowohl für Laien, als auch Fachleute super verständlich und unbedingt empfehlenswert.

Widmet euch diesen vernachlässigten Körperteilen.