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Castle Rock hautnah

In einer kleinen Stadt "Needful Things" - Stephen King, Christel Wiemken

Inhaltsangabe

Eine Kleinstadt gerät außer Kontrolle

Der Zugereiste Leland Gaunt eröffnet den Laden „Needful Things“. Die Kunden finden dort Raritäten, mit denen sie ihre geheimen Sehnsüchte und Wünsche erfüllen. Aber alles hat seinen Preis: Neben einer symbolischen Bezahlung verlangt Leland von ihnen, anderen Einwohnern harmlose Streiche zu spielen. Bald schon eskaliert der Spaß, und in Castle Rock herrscht das blanke Chaos... 

 

Meine Meinung 

Da sich ein paar Leserinnen für diesen Roman zu einer Leserunden zusammengeschlossen hatten, ließ ich Kings Chronologie nochmal aus den Augen und sprang vom Jahr 1982 ins Jahr 1991, den hier erschien das Buch „In einer kleinen Stadt“, welches auch unter dem Namen „Needful Things“ bekannt ist.

 

Erwartungen an das Hörbuch hatte ich keine großen, außer natürlich, dass es gefällt. Vom Kontext her hatte ich keine Ahnung, was es mit Needful Things auf sich hat. Ich wusste lediglich, dass es in diesem Werk zurück in das beschauliche Städtchen Castle Rock geht, und dort halte ich mich ziemlich gerne auf.

 

Der Einstieg in dieses Buch ist ganz King-like nahezu perfekt. Als Hörer/Leser wird man sofort wieder in diese spürbare Energie des kleinen Städtchens hineingezogen. Gemeinsam mit dem elfjährigen Brian Rusk erkunden wir die Stadt und plötzlich fällt uns dieser neue Laden auf.
ERÖFFNUNG DEMNÄCHST!

Brian vermutet einen ganz gewöhnlichen Trödelladen dahinter, doch sehr schnell wird ihm klar, dass dies ein besonderer Laden ist.

 

Leland Gaunt, der Besitzer des Needful Things begrüßt Brian als ersten Kunden in seinem Laden. Stephen King erschafft hier wieder einen sehr interessanten Charakter. Mr. Gaunt erscheint auf der einen Seite unheimlich nett, auf der anderen Seite aber einfach nur unheimlich. Er weiß Dinge von jedem einzelnen Bewohner der Stadt. Mit der Zeit betreten einige davon seinen Laden und der Autor bringt die Geschichte nach und nach ins Rollen.

Neben dem kleinen Brian Rusk sind es Sheriff Alan Pangborn und Schneiderin Polly Chalmers, welche der Story einen tieferen Sinn geben. Beide Figuren erzählen nicht nur ihre Geschichte hinsichtlich Mr. Gaunt, sondern beide tragen ein Geheimnis mit sich herum, welches tief in ihnen an ihrer Seele nagt.

 

Im Verlauf der Geschichte dreht sich alles um den neuen Laden, aber auch um die Beziehungen der Anwohner Castle Rocks untereinander. Seitdem Leland Gaunt in der Stadt ist, geschehen seltsame Dinge. Ich bezeichne es als Streiche, welche einen mehr oder minder langen Rattenschwanz nach sich ziehen.

Hier beweist King, dass er diese zielgenauen Verflechtungen von Handlungselementen einfach beherrscht.

Als Hörer/Leser ist man mittendrin, lernt gefühlt jeden Bewohner der Stadt kennen und verfolgt die einzelnen Geschichten hautnah mit.

 

Wieder erschafft King vor allem durch Leland Gaunt eine düstere Atmosphäre.

Der Mann scheint zwei Gesichter zu haben und zeigt diese auch.

An dieser Stelle kann ich allen das Hörbuch zum Buch empfehlen.

David Nathan setzt den Bösewicht Gaunt nahezu perfekt in Szene, so dass mir der ein oder andere Schauer über den Rücken zog, wenn er in Aktion war.

 

Und beim Hören die ganze Zeit die Frage, wer kommt dem mysteriösen Besitzer auf die Schliche?

 

„Das habe ich nicht getan. Ich habe gehandelt, wie ich es immer tue. Ich zeige den Leuten, was ich zu verkaufen habe – und lasse sie dann selbst entscheiden.“

(S. 846)

 

Die Ausgänge seiner Romane sind nicht immer nach meinem Geschmack. Hier bin ich sehr zwiegespalten. Der Kontext um Mr. Gaunt war nicht ganz meins, dafür der, der anderen Figuren umso mehr.

Action könnt ihr auf jeden Fall erwarten, denn ein Spannungsbogen kann Stephen King auf jeden Fall anbringen. Beim Hören prasselten die kurzen Kapitel am Ende nur so auf mich ein. Lesend verspricht dies ein schnelles Umblättern im Buch.

 

Eine kleine Macke, die hoffentlich noch andere KingLeser teilen, ist, dass sich mir in jedem seiner Bücher ein Name eines Charakters besonders festsetzt.

Bei „In einer kleinen Stadt“ ist es eindeutig Andy Clutterbuck.

Klingt förmlich nach einem Mantra oder?

 

Weitere Beispiele

Carrie – Sue Snell

Shining – Dick Hallorann

The Stand – Randall Flagg

F, S, H und Tod – Kurt Dussander

 

Mein Fazit

Den Gerüchten zu Folge stellt dieser Roman das Ende des Castle Rock Zyklus dar. Da ich ein paar Bücher übersprungen habe, werde ich in STARK nochmal nach Castle Rock zurückkehren und ja, ich freue mich drauf. Der Autor hat für Fans hier ein beschauliches Städtchen erschaffen. Eigentlich könnten hier doch alle Geschichten spielen oder was meint ihr?

Ihr ward noch nicht in Castle Rock?

Dann aber schnell!

Ich kann euch auch dieses Buch vom King empfehlen.

Wer allerdings Leland Gaunt in realer Aktion erleben möchte, der sollte wie ich zum Hörbuch greifen.