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LeseBlick

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Ich lese gerade

Das Haus zur besonderen Verwendung: Roman
John Boyne
Bereits gelesen: 264/560 pages

Nehme niemals etwas aus dem Urlaub mit

Dschinn - André Wegmann

Inhaltsangabe

In der weltweit größten Sandwüste lauert seit dem Anbeginn der Zeit etwas Ursprüngliches und Böses. Es wartet nur darauf, zu töten.
Kurz nach einem Urlaub im Sultanat Oman richtet ein sechzehnjähriger Teenager in einem norddeutschen Dorf ein Massaker an, in dessen Verlauf er seine Freunde, seine Familie und dann sich selbst tötet. Wenig später verschwindet eine junge Studentin. Privatermittler Christian Harms erhält den Auftrag, sie zu finden. Bald geschehen weitere bestialische Morde und Harms, der Unterstützung von einer attraktiven Nonne bekommt, sieht sich mit einer entsetzlichen Gefahr konfrontiert, die nicht nur seine Glaubensvorstellungen zerstört, sondern auch sein Leben und das vieler weiterer Menschen bedroht. 

 

Meine Meinung 

Bisher war diese Aussage für mich erst zweitrangig, habe ich Dinge eher aus Gründen des „nicht mitnehmen Dürfens“ dagelassen, wird mir nun diese Geschichte immer im Kopf herumgeistern. Vor allem, wenn der nächste Urlaub wieder in einer Wüstenregion geplant ist.

 

Ich habe dieses Buch im Rahmen einer LR bei LovelyBooks gelesen, an der auch der Autor teilgenommen hat. Diesen Aspekt mag ich sehr gern, da er dann bei Fragen oder Kritik gleich eingreifen kann, so dass man als Leser noch zusätzliche Informationen bekommt. Bereits in der Bewerbungsfrage habe ich angedeutet, dass ich das Buch gerne lesen mag, mir aber noch nicht so ganz sicher bin, wie ich mit dem Dschinn zurechtkomme, heißt mit einer Figur, welche dem islamischen Glauben entspringt.

 

„Ein Dschinn ist in der islamischen Vorstellung ein übersinnliches Wesen, das aus rauchlosem Feuer erschaffen ist, über Verstand verfügt und neben den Menschen, Satanen und den Engeln mit anderen Dschinn die Welt als Geistwesen bevölkert.“

(Definition Wikipedia)

 

Nun aber zurück zur Story. Was hat der liebe Marvin uns da nur angeschleppt.

Sein Mitbringsel aus dem Urlaub hat mir zuerst gar keine Gedanken beschert, bis es Bestandteil einer Séance wird. Diese findet aber wieder im heimischen Deutschland statt und hat ein extrem blutiges Massaker zur Folge.

 

Kurz danach begleitet man als Leser der jungen Geschichtsstudentin Lisa, welche nach dem Besuch einer Gedenkstätte den Heimweg einschlägt.

Aber irgendwas ist da.

Irgendwas lauert ihr auf.

Es ist düster und ein seltsamer Nebel zieht auf.

Lisa verschwindet spurlos!

 

Und dann kommt unser Protagonist ins Spiel: Privatdetektiv Christian Harms. Den mochte ich irgendwie von Anfang an. Tolle Charakterdarstellung. André Wegmann halte ich eh zu Gute, dass er durch die Verwendung vieler Adjektive einen sehr bildhaften Schreibstil an den Tag legt. Ich mag es, wenn mir vor allem die düstere Umgebung schmackhaft beschrieben wird, so dass ich kurz davor bin, mich auf meinem heimischen Sofa umzudrehen.

 

Der Geschichte mag ich gar nicht zu viel vorwegnehmen.

Schaut selbst, ob es sich um die Taten eines Dschinns handelt oder ob über der Region am Moor ein böser Fluch liegt.  

 

Mich konnte André Wegmann auf jeden Fall wieder gut unterhalten und mir die Thematik schmackhaft machen. Für mich ein wichtiger Punkt, dass man als Leser spürt, dass der Autor mehr Quellen als Wikipedia zur Recherche einer solchen okkulten Thematik genutzt hat.

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Ein klitzekleiner Kritikpunkt war für mich, dass er sich in Szenen des Dschinns zu sehr an Exorzismusfilmen orientiert hat. Die sehr vulgäre Ausdrucksweise hat mich beim Lesen doch ein wenig aus dem Lesefluss gebracht.

P.s. im nächsten Werk wünsche ich mir mehr Sexszenen, die hat der Autor nämlich drauf. *Insidertipp

 

Mein Fazit

Ein lesenswertes Buch, welches okkulte Themen aus dem islamischen Glauben behandelt. Es war sehr spannend auch in diese Richtung mal Informationen zu bekommen. Und ich bin ein Fan von Christian Harms bzw. allen Figuren im Buch, was wohl an den Darstellungen liegt. Weiter so lieber André.

Gott sei Dank habe ich von dir noch einiges ungelesenes.